Zahnerkrankungen bei Hund und Katze

 

Erkrankungen der Zähne sind bei unseren Haustieren wesentlich häufiger als man denkt. Ab ca. 4 Jahren leiden viele Tiere an Paradontalerkrankungen. Das Problem beginnt meistens mit Ablagerungen an den Zähnen (Plaque) die später mineralisieren können (Zahnstein). Die an der rauhen Oberfläche anhaftenden Bakterien verursachen eine Entzündung die Gingivitis genannt wird. Durch den Abbau von Futterresten sind diese Bakterien auch für einen unangenehmen Mundgeruch verantwortlich. Durch die fortschreitende Entzündung zieht sich das Zahnfleisch zurück und die Zahnhälse werden schmerzempfindlich oder die Zähne werden sogar locker. Bakterien können über den Blutkreislauf auch innere Organe wie z.B. das Herz schädigen.
Natürlich kann der Tierbesitzer dieser Entwicklung vorbeugen. Mit Tierzahnbürsten und Fingerlingen kann bei täglicher Anwendung die Plaquebildung verhindert oder verzögert werden. Spezielle Futtermittel und Kauknochen fördern den Abrieb am Zahn. Leider akzeptieren nicht alle Tiere das "Zähneputzen" bzw. bewirken die Kauknochen bei "Schlingern" nicht genügend Reibung um Beläge zu entfernen. In diesem Fall muß der Zahnstein in Narkose mittels Ultraschall entfernt werden.
Leider zeigen Hunde und Katzen erst sehr, sehr spät Schmerzen am Zahn. Folgende Probleme können auf Zahnschmerzen hinweisen:


- Wenn Futter aus dem Maul fällt
- Bei vermehrter Speichelbildung
- Wenn Spielzeuge nicht mehr ins Maul genommen werden
- Bei unangenehmen Mundgeruch
- Bei Verfärbungen am Zahn … sollte unbedingt eine Zahnuntersuchung in der tierärztlichen Ordination erfolgen!


Myxomatose (Hasenpest)

 

Die Myxomatose ist eine nur beim Haus- und Wildkaninchen vorkommende Viruserkrankung. Die Übertragung findet vorwiegend durch Stechmücken statt. Auch von Tier zu Tier oder über Futter kann eine Ansteckung erfolgen. Das Virus bleibt i Insekt bis zu 3 Monaten aktiv. Eine erhöhte Aktivität von Stechmücken in feuchtwarmen Sommer führt zu gehäuften Auftreten der Erkrankung.
So gab es auch im letzten Sommer Krankheitsausbrüche in der Umgebung von Wien.
Krankheitsverlauf: Es treten Schwellungen und Entzündungen im Bereich der Augen, des Kopfes und des Genitalbereiches auf und es kommt zu hohem Fieber, Schluckbeschwerden und Ödembildungen. Die Krankheit endet meistens nach ca. 14 Tagen mit dem Tod. Für Myxomytose gibt es keine spezielle Behandlung.
Vorbeugung:
Ein wirksamer Mückenschutz
Keine Kontaktmöglichkeit mit Wildkaninchen
Rechtzeitig vor der Mückensaison sollte eine Schutzimpfung durchgeführt werden! (März-April)


Reisen mit Heimtieren

 

Zum Grenzübertritt innerhalb der EU müssen alle Heimtiere (Hunde, Katzen aber auch z.B. Frettchen) mittels Mikrochip gekennzeichnet sein, eine gültige Tollwutimpfung haben und einen europäischen Heimtierausweis (blau) besitzen. Das Chippen, Impfen und auch die Ausstellung des Heimtierpasses können in der tierärztlichen Ordination vorgenommen werden. Achtung auch innerhalb der europäischen Union gibt es Ausnahmen wie z.B Großbritannien.
Für die Reise mit dem Tier ausserhalb der EU gelten unterschiedliche Regelungen. Zum Teil wird ein Amtstierärztliches Zeugnis (vom Amtstierarzt der Bezirkshauptmannschaft) oder eine Blutabnahme und Tollwuttiterbestimmung verlangt.
Besonders bei Reisen mit Hunden in südliche Länder empfiehlt sich ein ausreichender Zecken- und Mückenschutz um Krankheiten die über Insekten übertragen werden vorzubeugen.

 

Ein Leitfaden für Hundebesitzer Dr. Kirtz G. Tierärztl. Labor InVitro)

Reisekrankheiten beim Hund

Durch die zunehmende Mobilität der heutigen Gesellschaft und der Tatsache, dass Hunde ihre Besitzer auf vielen Reisen begleiten, sind diese vermehrt "exotischen"Krankheiten ausgesetzt. Zu den wichtigsten "Reisekrankheiten" zählen die Babesiose (Hundemalaria), die Ehrlichiose, die Leishmaniose und die Dirofilariose (Herzwurm).

Die Babesiose (Hundemalaria)

Die Babesiose kommt im gesamten Mittelmeerraum sowie in Frankreich, Deutschland, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Schweiz und in Österreich vor. In Österreich sind vorwiegend die östlichen Bundesländer betroffen. Übertragen wird die Babesiose durch die Auwaldzecke. Die Babesien befallen, ähnlich wie bei der Malariadie roten Blutkörperchen und bringen diese zum Zerplatzen. Nach einer Inkubationszeit (Zeit bis zum Auftreten der ersten Krankheitserscheinungen) von 2 Tagen bis 3 Wochen kommt eszum Ausbruch der Erkrankung. Charakteristische Symtome einer akuten Babesiose sind Mattigkeit, verminderte Fresslust, Erbrechen, Fieber (bis 40° C), Schwäche, blasse Schleimhäute, rötlicher bzw.- brauner Urin. Eine nicht erkannte, akute Babesiose kann zum raschen Tod des Hundes führen. Beim chronischen Krankheitsverlauf kommt es zu Fieber, Gewichtsverlust, Teilnahmslosigkeit, Gelbsucht, Durchfälle, sowie Schleimhautblutungen. Auffallend ist, dass Tiere, die sich nur zeitweise in Babesien-gebieten aufhalten einen schwereren Krankheitsverlauf zeigen als solche die in diesen Gebieten heimisch sind. In Österreich kommt die Babesiose überwiegend im Frühjahr und im Herbst vor. Als Behandlung wird ein "Babesienmittel" verabreicht. Bei schweren Erkrankungen empfiehlt sich eine Wiederholung nach 2-3 Wochen. Wichtigste Maßnahme zur Verhinderung einer Infektion ist die Vorbeugung gegen Zeckenbefall.


Die Ehrlichiose

Die Ehrlichiose tritt vorwiegend im Mittelmeerraum auf. Durch den zunehmenden Hundetourismus wurde der Erreger auch nach Österreich importiert. Übertragen wird Ehrlichiose durch die braune Hundezecke. Nach 8 bis 20 Tagen treten die ersten Symptome auf . Fieberschübe, Mattigkeit,verminderte Fresslust. Diese "milden" Symptome können leicht übersehen werden. Es kommt dann zum chronischen Verlauf mit Mattigkeit, Erbrechen, hohem Fieber, Nasen- und Schleimhautblutungen, Gewichtsverlust, Lymphknoten- und Milzvergrößerung. Es kann sogar zur Erblindung des Hundes kommen. Zur Behandlung der Ehrlichiose werden Antibiotika eingesetzt. Bei Reisen in Ehrlichiengebiete können Antibiotikagaben während des gesamten Aufenthaltes als Vorbeugungsmaßnbahme durchgeführt werden. Als wichtigste Maßnahme gilt jedoch, auch hier eine Prophylaxe gegen Zeckenbefall.

 

 

Leishmaniose

Die Leishmaniose sit eine im Mittelmeerraumhäufig auftretenden Erkarankung beim Hund. In Spanien sind in einigen Gegenden bis zu 70%, in Südfrankreich bis zu 60% der Hunde infiziert. Aber auch in den nördlichen Regionen wie z.B. die Schweiz, Österreich und Deutschland (ca. 20.000 infizierte Hunde) komt die Leishmaniose mittlerweile vor. Die meisten dieser Hund sind entweder aus dem Mittelmeerraum improtiert bzw. handelt es sich um "Urlaubshunde" die sich im Süden infiziert haben. Die Leishmaniose wird durch die Sandmücke übertragen. Nach Monaten bis Jahren (bis zu 7 Jahren) erkranken die Hunde, sodass häufig kein direkter Zusammenhang mit dem zurückliegenden Urlaub hergestellt wird. Die Symptome können stark variieren undbeginnen oft mit Hautveränderungen an den Ohren und Augen ("Brillenbildung") sowie massiver Schuppenbildung. In der Folge kommt es zu Gewichtsverlust, Schwäche, Durchfall, Leber- Lymphknoten-, und Milzvergrößerung, Hautgeschwüren, uund nicht juckenden Hautekzemen.Schließlich magern die Tiere bis zum Skelett ab. Die Leishmaniose beim Hund gilt derzeit als nicht heilbar und ohne Therapie sterben bis zu 90% der Hunde innerhalb eines Zeitraumes von einem Jahr. Als wichtigste Maßnahme gilt nach wie vor den Hund, wenn möglich, nicht in den Süden mitnehmen. Sollte dies doch erfolgen, sollte der Hund bei Dämmerung (höchste Aktivität der Sandmücken) unbedingt im Haus gelassen werden und der Schlafplatz des Hundes mit einem Moskitonetz geschützt sein. Des weiteren sollten Mittel gegen die Sandmücken verwendet werden, z.B.Scalibor®a als Halsband (Schutz ca. 6Wochen) bzw. Shampoo (Schutz ca. 2 Wochen). ACHTUNG: Die Leishmaniose ist eine Zoonose, das heißt sie ist vom Tier über den Harn bzw. offenen Hautstellen auf den Menschen übertragbar. Beim Umgang mit infizierten Hunden muss daher mit größter Vorsicht vorgegangen werden.

Dirofilariose (Herzwurm)

Die Dirofilarose bzw. die Herzwurmerkrankung ist eine ebenfalls im Mittelmeerraum weit verbreitete Krankheit. Sie wurde in der Schweiz (Tessin), in Frankreich und Ungarn nachgewiesen. Überträger sind Stechmücken. Bei schwachen Befall verläuft die Krankheit oft ohne Symptome. Bei stärkerem Befall kommt nach 5-7 Monaten zu den ersten Krankheitssymptomen. Diese sind Leistungsabfall, Schweratmigkeit, Husten, beschleunigte Herzfrequenz, Herzgeräusche, Vergrößerung des rechten Herzens, Gewichts- und Konditionsverlust, "Wasserbauch", Bewusstseinsstörungen, Erblindung. Es gibt sowohl gegen erwachsene als auch gegen junge Herzwürmer eine entsprechenden Therapie. Als wichtigste Maßnahme gilt auch hier, den Hund nicht in den Süden mitnehmen. Sollte dies doch erfogen, sollten ähnliche Vorbeugungsmaßnahmen wie bei der Leishmaniose ergriffen werden. Des weiteren sollten Mittel gegen die Stechmücke verwendet werden, z.b. Stronghold® oder Milbenmax®. Aufgrund der langen Inkubationszeit sollte man unbedingt nach der Rückkehr aus dem Urlaub eine weitere Untersuchung nach ein paar Monaten vom Tierarztdurchführen lassen.