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Zahnerkrankungen bei Hund und Katze
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Erkrankungen der Zähne sind bei
unseren Haustieren wesentlich häufiger als man denkt. Ab ca. 4
Jahren leiden viele Tiere an Paradontalerkrankungen. Das Problem beginnt
meistens mit Ablagerungen an den Zähnen (Plaque) die später
mineralisieren können (Zahnstein). Die an der rauhen Oberfläche
anhaftenden Bakterien verursachen eine Entzündung die Gingivitis
genannt wird. Durch den Abbau von Futterresten sind diese Bakterien
auch für einen unangenehmen Mundgeruch verantwortlich. Durch die
fortschreitende Entzündung zieht sich das Zahnfleisch zurück
und die Zahnhälse werden schmerzempfindlich oder die Zähne
werden sogar locker. Bakterien können über den Blutkreislauf
auch innere Organe wie z.B. das Herz schädigen.
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Myxomatose (Hasenpest)
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| Die Myxomatose ist eine
nur beim Haus- und Wildkaninchen vorkommende Viruserkrankung. Die Übertragung
findet vorwiegend durch Stechmücken statt. Auch von Tier zu Tier
oder über Futter kann eine Ansteckung erfolgen. Das Virus bleibt
i Insekt bis zu 3 Monaten aktiv. Eine erhöhte Aktivität von
Stechmücken in feuchtwarmen Sommer führt zu gehäuften Auftreten
der Erkrankung. So gab es auch im letzten Sommer Krankheitsausbrüche in der Umgebung von Wien. Krankheitsverlauf: Es treten Schwellungen und Entzündungen im Bereich der Augen, des Kopfes und des Genitalbereiches auf und es kommt zu hohem Fieber, Schluckbeschwerden und Ödembildungen. Die Krankheit endet meistens nach ca. 14 Tagen mit dem Tod. Für Myxomytose gibt es keine spezielle Behandlung. Vorbeugung: Ein wirksamer Mückenschutz Keine Kontaktmöglichkeit mit Wildkaninchen Rechtzeitig vor der Mückensaison sollte eine Schutzimpfung durchgeführt werden! (März-April) |
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Reisen mit Heimtieren
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| Zum Grenzübertritt innerhalb
der EU müssen alle Heimtiere (Hunde, Katzen aber auch z.B. Frettchen)
mittels Mikrochip gekennzeichnet sein, eine gültige Tollwutimpfung
haben und einen europäischen Heimtierausweis (blau) besitzen. Das
Chippen, Impfen und auch die Ausstellung des Heimtierpasses können
in der tierärztlichen Ordination vorgenommen werden. Achtung auch
innerhalb der europäischen Union gibt es Ausnahmen wie z.B Großbritannien.
Für die Reise mit dem Tier ausserhalb der EU gelten unterschiedliche Regelungen. Zum Teil wird ein Amtstierärztliches Zeugnis (vom Amtstierarzt der Bezirkshauptmannschaft) oder eine Blutabnahme und Tollwuttiterbestimmung verlangt. Besonders bei Reisen mit Hunden in südliche Länder empfiehlt sich ein ausreichender Zecken- und Mückenschutz um Krankheiten die über Insekten übertragen werden vorzubeugen. |
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Ein Leitfaden für Hundebesitzer (® Dr. Kirtz G. Tierärztl. Labor InVitro)Reisekrankheiten beim Hund |
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| Durch die zunehmende Mobilität der heutigen Gesellschaft und der Tatsache, dass Hunde ihre Besitzer auf vielen Reisen begleiten, sind diese vermehrt "exotischen"Krankheiten ausgesetzt. Zu den wichtigsten "Reisekrankheiten" zählen die Babesiose (Hundemalaria), die Ehrlichiose, die Leishmaniose und die Dirofilariose (Herzwurm). | ||
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Die Babesiose (Hundemalaria) |
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Die Babesiose kommt im gesamten Mittelmeerraum sowie in Frankreich,
Deutschland, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Schweiz und in Österreich
vor. In Österreich sind vorwiegend die östlichen Bundesländer
betroffen. Übertragen wird die Babesiose durch die Auwaldzecke.
Die Babesien befallen, ähnlich wie bei der Malariadie roten Blutkörperchen
und bringen diese zum Zerplatzen. Nach einer Inkubationszeit (Zeit bis
zum Auftreten der ersten Krankheitserscheinungen) von 2 Tagen bis 3
Wochen kommt eszum Ausbruch der Erkrankung. Charakteristische Symtome
einer akuten Babesiose sind Mattigkeit, verminderte Fresslust, Erbrechen,
Fieber (bis 40° C), Schwäche, blasse Schleimhäute, rötlicher
bzw.- brauner Urin. Eine nicht erkannte, akute Babesiose kann zum raschen
Tod des Hundes führen. Beim chronischen Krankheitsverlauf kommt
es zu Fieber, Gewichtsverlust, Teilnahmslosigkeit, Gelbsucht, Durchfälle,
sowie Schleimhautblutungen. Auffallend ist, dass Tiere, die sich nur
zeitweise in Babesien-gebieten aufhalten einen schwereren Krankheitsverlauf
zeigen als solche die in diesen Gebieten heimisch sind. In Österreich
kommt die Babesiose überwiegend im Frühjahr und im Herbst
vor. Als Behandlung wird ein "Babesienmittel" verabreicht.
Bei schweren Erkrankungen empfiehlt sich eine Wiederholung nach 2-3
Wochen. Wichtigste Maßnahme zur Verhinderung einer Infektion ist
die Vorbeugung gegen Zeckenbefall. |
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Die Ehrlichiose |
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Die Ehrlichiose tritt vorwiegend im Mittelmeerraum auf. Durch den zunehmenden Hundetourismus wurde der Erreger auch nach Österreich importiert. Übertragen wird Ehrlichiose durch die braune Hundezecke. Nach 8 bis 20 Tagen treten die ersten Symptome auf . Fieberschübe, Mattigkeit,verminderte Fresslust. Diese "milden" Symptome können leicht übersehen werden. Es kommt dann zum chronischen Verlauf mit Mattigkeit, Erbrechen, hohem Fieber, Nasen- und Schleimhautblutungen, Gewichtsverlust, Lymphknoten- und Milzvergrößerung. Es kann sogar zur Erblindung des Hundes kommen. Zur Behandlung der Ehrlichiose werden Antibiotika eingesetzt. Bei Reisen in Ehrlichiengebiete können Antibiotikagaben während des gesamten Aufenthaltes als Vorbeugungsmaßnbahme durchgeführt werden. Als wichtigste Maßnahme gilt jedoch, auch hier eine Prophylaxe gegen Zeckenbefall.
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Leishmaniose |
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Die Leishmaniose sit eine im Mittelmeerraumhäufig auftretenden Erkarankung beim Hund. In Spanien sind in einigen Gegenden bis zu 70%, in Südfrankreich bis zu 60% der Hunde infiziert. Aber auch in den nördlichen Regionen wie z.B. die Schweiz, Österreich und Deutschland (ca. 20.000 infizierte Hunde) komt die Leishmaniose mittlerweile vor. Die meisten dieser Hund sind entweder aus dem Mittelmeerraum improtiert bzw. handelt es sich um "Urlaubshunde" die sich im Süden infiziert haben. Die Leishmaniose wird durch die Sandmücke übertragen. Nach Monaten bis Jahren (bis zu 7 Jahren) erkranken die Hunde, sodass häufig kein direkter Zusammenhang mit dem zurückliegenden Urlaub hergestellt wird. Die Symptome können stark variieren undbeginnen oft mit Hautveränderungen an den Ohren und Augen ("Brillenbildung") sowie massiver Schuppenbildung. In der Folge kommt es zu Gewichtsverlust, Schwäche, Durchfall, Leber- Lymphknoten-, und Milzvergrößerung, Hautgeschwüren, uund nicht juckenden Hautekzemen.Schließlich magern die Tiere bis zum Skelett ab. Die Leishmaniose beim Hund gilt derzeit als nicht heilbar und ohne Therapie sterben bis zu 90% der Hunde innerhalb eines Zeitraumes von einem Jahr. Als wichtigste Maßnahme gilt nach wie vor den Hund, wenn möglich, nicht in den Süden mitnehmen. Sollte dies doch erfolgen, sollte der Hund bei Dämmerung (höchste Aktivität der Sandmücken) unbedingt im Haus gelassen werden und der Schlafplatz des Hundes mit einem Moskitonetz geschützt sein. Des weiteren sollten Mittel gegen die Sandmücken verwendet werden, z.B.Scalibor®a als Halsband (Schutz ca. 6Wochen) bzw. Shampoo (Schutz ca. 2 Wochen). ACHTUNG: Die Leishmaniose ist eine Zoonose, das heißt sie ist vom Tier über den Harn bzw. offenen Hautstellen auf den Menschen übertragbar. Beim Umgang mit infizierten Hunden muss daher mit größter Vorsicht vorgegangen werden. |
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Dirofilariose (Herzwurm) |
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Die Dirofilarose bzw. die Herzwurmerkrankung ist eine ebenfalls im Mittelmeerraum weit verbreitete Krankheit. Sie wurde in der Schweiz (Tessin), in Frankreich und Ungarn nachgewiesen. Überträger sind Stechmücken. Bei schwachen Befall verläuft die Krankheit oft ohne Symptome. Bei stärkerem Befall kommt nach 5-7 Monaten zu den ersten Krankheitssymptomen. Diese sind Leistungsabfall, Schweratmigkeit, Husten, beschleunigte Herzfrequenz, Herzgeräusche, Vergrößerung des rechten Herzens, Gewichts- und Konditionsverlust, "Wasserbauch", Bewusstseinsstörungen, Erblindung. Es gibt sowohl gegen erwachsene als auch gegen junge Herzwürmer eine entsprechenden Therapie. Als wichtigste Maßnahme gilt auch hier, den Hund nicht in den Süden mitnehmen. Sollte dies doch erfogen, sollten ähnliche Vorbeugungsmaßnahmen wie bei der Leishmaniose ergriffen werden. Des weiteren sollten Mittel gegen die Stechmücke verwendet werden, z.b. Stronghold® oder Milbenmax®. Aufgrund der langen Inkubationszeit sollte man unbedingt nach der Rückkehr aus dem Urlaub eine weitere Untersuchung nach ein paar Monaten vom Tierarztdurchführen lassen.
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