Rund um den Tierarzbeusch

Beobachten dabeim

Schon vor dem Tierarztbesuch ist es sinnvoll den Patienten besonders zu beobachten um die Diagnose zu erleichtern:

  • Haben Sie Veränderungen des Appetits bei Ihrem Tier festgestellt?
  • Trinkt und / oder uriniert Ihr Tier mehr als gewöhnlich?
  • Hat Ihr Tier Schwierigkeiten beim Kauen?
  • Erscheint Ihr Tier weniger beweglich oder steifer?
  • Weigert sich Ihr Tier zu springen oder Treppen zu steigen?
  • Möchte Ihr Tier nicht mehr angefasst oder gestreichelt werden?
  • Hat Ihr Tier Schwierigkeiten, sein Fell zu pflegen?
  • Schläft Ihr Tier mehr?
  • Wacht Ihr Tier nachts auf?
  • Miaut Ihre Katze oder bellt Ihr Hund laut ohne ersichtlichen Grund?
  • Erscheint Ihr Tier manchmal verwirrt oder desorientiert?
  • Erscheint Ihr Tier reizbarer oder aggresiver?
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Transport der Patienten

Transport der Katze:

Der Transport der Katze in die Praxis gestaltet sich oft viel leichter als gedacht, wenn…

Der Transportkorb sollte aus stabilem Kunststoff sein, vorne und oben eine Öffnung haben. Durch die Obere Öffnung können kurze Untersuchungen durchgeführt erden wenn die Katze einmal „nicht so gut aufgelegt“ sein sollte. Nach Operationen oder Narkosen kann man das Tier von oben leichter in den Korb legen.  Geflochtene Körbe sind schwieriger zu reinigen und haben nur ein Türe, die oft auch schlecht zu schließen ist.

Der Transportkorb sollte, damit er seinen Schrecken verliert, das ganze Jahr im Wohnbereich aufgestellt sein und kann mit einer Decke und Spielzeug interessant gemacht werden. Viele Katzen akzeptieren den Korb dann als Rückzugsmöglichkeit.

Kurz vor und während des Transports sollte man die Katze nicht füttern.

Bei der eigentlichen Abfahrt zum Tierarzt hilft die Überrumpelungstaktik. Die Katze wird dann durch Streicheln oder Leckerlis angelockt und rasch in den vorher bereits vorbereiteten und geöffneten Transportkorb gesetzt. Besonders schwierige Tiere werden vorher  auf ein Handtuch gelockt ,  in diesem eingeschlagen  und  so in den Korb gebracht.

Transport des Hundes:

Da Ihr Hund in der Praxis auf andere Menschen und andere Tiere trifft, ist es sinnvoll den Hund anzuleinen und die ganze Zeit an der Leine zu führen. Bitte beachten Sie besonders beim ein und aussteigen beim Auto, dass der Hund unter Kontrolle ist.

Jetzt kanns losgehen …..

Falls eine Operation notwendig ist

Vor der Operation

Keine Angst vor einer Narkose, diese überträgt sich sonst auf das Tier.

Hunde und Katzen sollen vor der Narkose nüchtern sein das heißt 12 Stunden vorher nicht gefüttert werden. Freigängerkatzen müssen zu diesem Zweck 12 Stunden vor der Operation eingesperrt werden! Bitte entfernen Sie auch andere Futterquellen bzw. Dinge die die Tiere „stehlen“ können. Wasser kann normal angeboten werden. Bei Hunden ist es sinnvoll vor dem Operationstermin ausreichend Gassi zu gehen.

Kaninchen und Meerschweinchen sollen vor einer Operation NICHT hungern. Bitte normal weiterfüttern.

Nach der Operation

Alle Tiere dürfen im Normalfall nach Erwachen – wenn sie nicht mehr wackelig auf den Beinen sind –gefüttert werden. Bitte befolgen Sie die eventuell notwendige Medikamentengabe.

Beim Hund ist meistens eine Halskrause als Schutz gegen das Schlecken an den Nähten notwendig. Bitte entfernen Sie diese nicht, der Hund gewöhnt sich nach 1 bis 2 Tagen daran. Die Krause muss bis zur Nahtentfernung getragen werden.

Die Nähte werden nach 10 Tagen gezogen.

Wenn Sie Fragen vor oder nach der Operation haben bitte rufen Sie mich an!

Zu Hause Medikamente eingeben

Medikamenteneingabe bei der Katze

 

Nach dem Tierarztbesuch stehen viele Katzenbesitzer vor dem Problem die verordneten Tabletten oder Tropfen ihrem Haustier einzugeben.  Einige Katzen fressen Tabletten ins Futter gemischt oder in Leckerli versteckt, aber bei weitem nicht alle Stubentiger fressen die notwendigen Medikamente freiwillig. Zum Eingeben ist es wichtig die Katze zuerst mit einer Hand gut zu fixieren (am Schoß oder auf einer glatten Fläche). Dann wird mit einem Finger der anderen Hand das Maul seitlich geöffnet und die Tablette möglichst weit hinten auf den Zungengrund gelegt. Für alle die Angst um ihre Finger bei dieser Prozedur haben gibt es einen „Tabletteneingeber“  in der Ordination.  Dann wird das Maul zugehalten bis die Tablette geschluckt ist. Das zeigen die meisten Tiere durch Schlecken mit der Zunge.

Manche Medikamente kann man auflösen und aus einer Spritze geben, leider ist das nicht bei allen Wirkstoffen möglich und durch das Auflösen kann erst recht ein unangenehmer Geschmack freiwerden.

Flüssigkeiten werden ähnlich gegeben, am besten aus einer Spritze, die man seitlich am Maul ansetzt.

Pastenförmige  Zusatzfutter kann man leicht auf die Zunge geben bzw. auf den Gaumen schmieren. Sollte das nicht funktionieren wird die Paste notfalls auf die Vorderpfoten aufgebracht und wenn die Katze sich putzt wird der Wirkstoff aufgenommen.

Obwohl neuerdings Medikamente mit bereits enthaltenen Geschmacksstoffen entwickelt werden wird das Eingeben von Medikamenten noch einige Zeit eine Herausforderung für fürsorgliche Besitzer bleiben.

Medikamenteneingabe beim Hund

Bei den meisten Hunden ist die Medikamenteneingabe deutlich einfacher. Viele Arzneimittel kann man mit Futter eingeben. Gut geeignet für diesen Zweck sind Hundeleckerlipasten. Sollte der Patient die Aufnahme verweigern oder keinen Apetit haben muss man Tabletten wie bei der Katze auf den Zungengrund legen.

Bitte beachten Sie immer die Dosierungsanweisung und die angegebene Behandlungsdauer, bei Zweifeln gebe ich gerne Auskunft!